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JLPT: der komplette Leitfaden zur Prüfung

Der JLPT (Japanese-Language Proficiency Test) ist das weltweit anerkannteste Japanisch-Zertifikat. Es gibt ihn seit 1984, veranstaltet wird er von der Japan Foundation zusammen mit JEES, mit Prüfungsorten in Dutzenden Ländern.

Er hat fünf Stufen, von N5 bis N1, und besteht komplett aus Multiple-Choice-Aufgaben: kein Schreiben, kein Sprechen. Diese Seite erklärt, wie er funktioniert; von hier aus geht es zum Leitfaden jeder einzelnen Stufe.

Was der JLPT misst – und was nicht

Er misst Verstehen: Wortschatz, Grammatik, Lesen und Hören. Er misst keine Produktion – kein Aufsatz, kein Gespräch. Das ist eine bekannte Grenze: Man kann N2 haben und sich beim Sprechen unbeholfen fühlen. Nimm ihn als objektives Maß für das Japanisch, das du verstehst, nicht für das, das du produzieren kannst.

Die fünf Stufen

N5 und N4 decken das Alltagsjapanisch der Grundstufe ab; N3 schlägt die Brücke zum echten Japanisch; N2 ist die Schwelle, die Firmen und Universitäten verlangen; N1 öffnet abstrakte, argumentierende Texte. Man steigt Stufe für Stufe, aber keine ist Voraussetzung für eine andere: Du kannst dich direkt für jede anmelden.

Wie die Punktwertung funktioniert

Die Gesamtpunktzahl ist immer 180. Bei N5 und N4 teilt sie sich in zwei Abschnitte (Sprachwissen plus Lesen, 0–120; Hören, 0–60); ab N3 in drei Abschnitte zu je 0–60. Neben der Gesamtschwelle gilt ein Minimum pro Abschnitt: Ein einziger Abschnitt darunter bedeutet Durchfallen, auch bei hoher Gesamtpunktzahl.

Warum die Punktzahl nicht zu den richtigen Antworten passt

Der JLPT arbeitet mit skalierten Punktwerten statt mit der Summe richtiger Antworten: Die Termine werden aneinander angeglichen, damit ein etwas leichterer Satz nicht mehr wert ist als ein schwerer. Deshalb können zwei Prüflinge mit gleich vielen richtigen Antworten an verschiedenen Terminen unterschiedliche Punktzahlen haben.

Wann geprüft wird und wie man sich anmeldet

Zweimal im Jahr, im Juli und im Dezember – aber nicht überall: In etlichen Ländern gibt es nur den Dezembertermin. Die Anmeldung öffnet einige Monate vorher, und an großen Prüfungsorten sind die Plätze schnell vergeben. Maßgeblich sind die offizielle JLPT-Website und das japanische Kulturinstitut deines Landes.

Die fünf Stufen im Vergleich

StufeKanjiWörterZum BestehenDauer
N510080080/18090 min
N43001.50090/180115 min
N36503.75095/180140 min
N21.0006.00090/180155 min
N12.00010.000100/180165 min

Kanji- und Wortzahlen sind Schätzungen: Seit 2010 veröffentlicht der JLPT keine offiziellen Zeichen- oder Vokabellisten mehr. Prüfungsdauer und Mindestpunktzahlen sind dagegen offiziell.

Die Leitfäden Stufe für Stufe

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Yukigo deckt alle Stufen von N5 bis N1 ab – Kanji, Grammatik, Wortschatz, Lesen und Hören – mit Lektionen in sinnvoller Reihenfolge, verteilter Wiederholung, Probeprüfungen und einem KI-Tutor für deine Fragen. Kostenlos und werbefrei.

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Häufige Fragen

Fünf: N5 (die leichteste), N4, N3, N2 und N1 (die schwerste). Bis 2010 waren es vier; N3 kam dazu, um die Lücke zwischen den beiden mittleren Stufen zu schließen.

Ja. Keine Stufe ist Voraussetzung für eine andere: Du meldest dich direkt für die an, die du willst, und kannst dieselbe Stufe beliebig oft wiederholen.

Nein, das Ergebnis verfällt nicht. Manche Universitäten oder Arbeitgeber verlangen trotzdem ein Ergebnis aus den letzten Jahren.

Die Gebühr ist je nach Land unterschiedlich und wird von der örtlichen Veranstalterin festgelegt. Geprüft wird im Juli und im Dezember, in etlichen Ländern nur im Dezember.

Entscheide danach, was du lesen und hören kannst, nicht nach Lernstunden: Nimm einen offiziellen alten Prüfungssatz der Wunschstufe und mach den Leseteil unter Zeit. Wenn du rechtzeitig fertig wirst und dem Gedankengang folgst, ist das deine Stufe.

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